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150 Einzelfallgeschichten gefunden.

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Neue Einzelfallgeschichte

21.09.2012

Problem: Medizinische Versorgung
Art der Beeinträchtigung: Sonstige
Pflegestufe:
Antworten: 3
Lösung: Keine Rückmeldung

Liebe Frau Dr. Promussas, wir haben uns gestern...

Liebe Frau Dr. Promussas,

wir haben uns gestern auf der Veranstaltung "Geboren um zu leben" kennengelernt.
Ich bin Hausgeburtshebamme, Ausschußmitglied des Wiener Hebammengremiums und Leiterin des "Qualitätszirkel Freipraxis Wien".
Hier schildere ich also nochmal unser Problem.

Für den seltenen Fall, dass bei einer außerklinischen Geburt (also Hausgeburt oder Geburtshausgeburt) ein Kind reanimiert werden muss, sind wir Hausgeburtshebammen immer am aktuellsten Wissenstand und besuchen regelmäßig Neugeborenenreanimationsfortbildungen. 
Leider gibt es insbesondere in Wien keine Lösung für den TRANSPORT dieser Neugeborenen auf eine geeignete Neonatologie. Meist kommen nur Rettungssanitäter und ein Notarzt, der von Säuglingen nicht viel Ahnung hat und ein Inkubator steht nicht zu Verfügung. 
Vor einiger Zeit musste eine Hebamme 45 Minuten auf den Notarzt warten, bis das Kind verlegt werden konnte. Das ist natürlich ein enormer Zeitverlust und Sie können sich vorstellen, was das für das Kind und den weiteren Gesundheitszustand bedeuten kann. 
In einem anderen Fall hat die Hebamme beschlossen, gleich mit dem Privatauto Frau und Kind in das nächste Kinderspital zu fahren, weil sie nicht so lange auf den Notarzt warten konnte. Das ist natürlich eine Zumutung für alle...

Es wäre also allerhöchste Zeit, dieses Verlegungsmanagement zu organisieren, einen speziellen KINDERNOTARZT einzurichten, der in solchen Fällen schnell reagiert, schnell vor Ort ist und das Kind mittels Inkubator und Rettungswagen unverzüglich auf die nächste Neonatologie bringen kann. 
Am besten wäre natürlich, wenn es dazu eine eigene Telefonnummer gäbe, wo die Hebamme (oder der Mann, weil die Hebamme ja mit dem Reanimieren des Kindes beschäftigt ist) anrufen kann und mit einem Anruf alles "läuft" und nicht wie heute, wo ich die Rettung + den Notarzt anfordern muss und dann noch herumtelefonieren muss, wo denn nun auf welcher Kinderstation ein Platz frei ist für unser Neugeborenes...
Ich hoffe, Sie verstehen unsere missliche Lage und für die Qualitätssicherung in der Hausgeburtshilfe wäre das ein riesiger Fortschritt!

Ich freu mich auf eine Hebammen-KinderLobby-Zusammenarbeit!
Vielen Dank,
Margarete Hoffer-Übertrager

Lösungsvorschlag 232

Hier eine antwort von prim reinhold kerbl, präsident der österreichsichen gesellschaft f kinder- u jugendheilkunde
Ich sehe da – wie halt oft in unserem Gesundheitssystem – v.a. ein Finanzierungsproblem.

Auch wenn Kinderärzte zu den „billigsten“ im System gehören, würde die Vorhaltung eines solchen „abholenden“ 24-Stunden-Neonatologie-Intensivtransportdienstes etwas kosten.

Und etwas was (zum Glück) nur selten gebraucht wird, wird daher auch meist nicht „genehmigt“.

In der Steiermark wird in solchen Fällen mitunter der Neonatologie-Transport der beiden Kliniken (Graz und Leoben) angefordert, allerdings fehlt dann während der Transportzeit dieser Arzt auf der I-Station. Ich glaube daher auch nicht dass eine solche Regelung in Wien „System“ werden kann.
Ansprechpartnerin für einen Wiener Lösungsansatz wäre wohl am ehesten Statdträtin Wesely.
Gefühlsmäßig sehe ich die Chancen auf einen solchen wienweiten Neo-Intensivtransport aufgrund seiner zu erwartenden geringen Auslastung  nicht allzu groß.

Wahrscheinlich muss man sich bei Hausgeburten weiterhin  darauf einstellen, dass die neonatologische Versorgung in (glücklicherweise seltenen) Einzelfällen nicht gleich gut / schnell sein kann wie in einer Gebärabteilung mit angeschlossener Neonatalogie.

Lösungsvorschlag 246

Auch MOKI-Wien kann sich diesem Wunsch nur anschließen. Auch wir sehen den Bedarf eines ambulanten, mobilen Kindernotfallarztes als wesentliche Verbesserung in der Versorgung der Kinder in Wien. Im Jahr 2011 habe ich versucht auf dieses Problem aufmerksam zu machen, Einige Anfangsschritte wurden gemeinam mit der Liga für Kinderund Jugendgesundheit schon angedacht. Es wäre toll wenn auf Grund ihrer ANfrage wieder ein weiterer Schritt erfolgen würde.

Gabriele Hintermayer

MOKI-Wien

Lösungsvorschlag 248

S.g. Herr Prim. Kerbl,

natürlich ist es ein Finanzierungsproblem. Das ist mir bewusst, doch damit sollten wir uns nicht abfinden, wenn es tatsächlich Handlungsbedarf gibt.

Aber scheinbar dürfte die "Auslastung" doch eine höhere sein, als gehofft, denn nicht nur wir Hausgeburtshebammen hätten Bedarf, sondern auch Privatpersonen, Eltern kranker Kinder und wie man auch sieht Kinderkrankenpflegedienste.

Vielleicht wäre es möglich, ein oder zwei Neonatologien in Wien, die einen Transportinkubator vor Ort haben, für diese Fälle zu kontaktieren. Das müsste aber vorher gut kommuniziert werden, damit wir nicht wieder vor dem Dilemma stehen, dass sich niemand zuständig fühlt und die Betreuungspersonen im Notfall viel Zeit am Telefon verlieren.

Wäre das eine Idee?

lg, MHÜ

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